Filmkritik: “Elvis”
Hannah Rau - 23. Juni 2022 -Baz Luhrmann haut mal wieder auf die Kacke. Sein Biopic ist eine Hommage an den Künstler, ans Kino, aber auch eine Aktualisierung des Mythos Elvis Presley.
Baz Luhrmann haut mal wieder auf die Kacke. Sein Biopic ist eine Hommage an den Künstler, ans Kino, aber auch eine Aktualisierung des Mythos Elvis Presley.
Star-Regisseur Baz Luhrmann ist sich selbst treu geblieben: in “Elvis” verfilmt er das Leben von Elvis Presley – als bildgewaltiges Spektakel zwischen Kunst und Kommerz. Hollywood-Schauspieler Ethan Hawke erfindet sich neu. In dem Retro-Horror-Thriller “The Black Phone” mimt er einen sadistischen Entführer.
Die dreiteiligen Tweed-Anzüge, der charakteristische Dialekt und der umwerfend androgyne Cillian Murphy als Thomas Shelby: “Peaky Blinders” gehört zu meinen absoluten Lieblingsserien. Bei WDR 5 habe ich analysiert, was den Kultcharakter der Serie ausmacht.
Im neuen Disney-Film “Lightyear” küssen sich zwei Frauen. 14 islamische Länder verbieten deshalb die Ausstrahlung. Diversität hat es in Blockbustern immer noch schwer. Die Filmindustrie stellt das vor die Frage, wie sie trotzdem Diversität abbilden können – und wollen.
Über Kinderbetreuung zu diskutieren, ohne ideologisch zu werden, ist kaum möglich. Ich hab’s versucht. Auf Basis der kontroversen Studienlage und mit Hilfe verschiedener Expertinnen und Experten.
Auf Harry Styles’ drittem Album mischen sich 70er- und 80er-Vibes, laute Gitarren, Funk und Balladen. Mit Blick auf andere Solo-Superstars sind die Songs des 28-jährigen Briten ziemlich ok. Gutes Timing, viel Groove – aber auch immer wieder nah am Kitsch.
In den 90ern waren Band-T-Shirts sehr populär. Inzwischen haben auch unbekanntere Künstler und Künstlerinnen ein breites Merchandise-Sortiment, um neben der Musik Geld zu verdienen. Aber was, wenn diese Erlöse nicht mehr nur bei den Bands landen?
Es ist was los im jungen deutschen Film: In “Blutsauger” verbindet Filmemacher Julian Radlmaier Marxismus und Vampirismus zu einer skurril-politischen Gesellschaftskomödie. In “Nico” erzählt Eline Gehring von einer weiblichen Selbstermächtigung durch Karate.
In der Filmbranche fehlt es an Personal. Das gilt besonders für die Bereiche hinter der Kamera. Also in den Produktionsbüros. In Aufnahmeleitung. Oder in der Filmgeschäftsführung. Für die Filmbranche stellt der Personalmangel ein ernstes Problem da. Dementsprechend wird händeringend nach Lösungen gesucht. Aber deren Umsetzung ist nicht so einfach.
Familie zweimal anders. Im deutschen Berlinale-Gewinner “Rabiye Kurnaz vs George W. Bush” kämpft die Mutter des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz um dessen Freilassung. Und in dem Abenteuerfilm “Everything everywhere all at once” schickt das Film-Duo The Daniels eine Mutter durch ein schräges Multiversum auf der Suche nach ihrer Tochter.